Der richtige Weg an die Öffentlichkeit

Publizität für das Buch

Bücher werden in vielen Medien vorgestellt: manchmal für wertungsfrei erwähnt, gelegentlich gelobt oder - verrissen. Wer vom alten PR-Grundsatz überzeugt ist, dass jede Publizität nützlich ist, dem ist jede Veröffentlichung lieb. Für Mini-Verlage mit sehr eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten können die Literatursendungen und Buchbesprechungsseiten eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, einem neuen Buch bekannt zu machen. Allerdings treffen Sie auch hier auf die überwältigende Präsenz der Konkurrenz der Verlagskonzerne mit ihrer massiven Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Es lohnt sich also, viele Mühe auf die Formulierung einer Pressemittelung zu verschwenden, die dem Buch beigefügt ist. Es kann auch sinnvoll sein, für verschiedene Medien verschiedene Texte zu formulieren.

Die Auswahl ihrer Besprechungsexemplare an Sender und Printmedien sollte der Thematik ihres Buches und kritisch erfolgen: Besteht überhaupt eine Chance des Interesses? Bei Fachbüchern wendet man sich Sinnvollerweise an die Fachpresse. Allgemeine Publikumsmedien kommen kaum für Fachthemen in Frage, es sei denn, das Buch wartet mit einer echten Neuheit, Weiterentwicklung, Enthüllung oder einer Newsstory auf.

Die Empfänger sind Profis, die nicht gelangweilt werden wollen. Präsentieren Sie also eine kurze, interessant geschriebene Story ihres Buchs. Verzichten Sie ihrer Mittelung auf Werbeaussagen. Der Waschzettel sollte möglichst kürzer als eine DIN A4-Seite sein. Am Schluss stehen die bibliografischen Angaben (Titel, Autor, Preis, ISBN), zwei, drei Zeilen zum Autor und natürlich ihrer Verlagsanschrift. Ein zusätzlicher Kurztext kann sinnvoll sein, besser ein kleine Meldung als keine!

Wenn Sie ihr Buch mit einem Event verknüpfen können, erhöht es die Veröfflichungschance: das Buch zur Ausstellung, Lesung Diskussion.

Die Aktualität spielt ebenfalls eine große Rolle: Erstens beachten Journalisten kaum das Buch vom Vorjahr, zweitens erhöht ein aktuelles Ergebnis, zu dem ihr Buch etwas beizutragen hat, das Interesse.

Eine Buchbesprechung kann manchmal kurzfristig erfolgen, ein halbes Jahr auf sich warten lassen - oder auch nie erscheinen. Die Aussendung an Redaktionen ist nicht billig für einen Autor, kann aber, zum Beispiel für einen Titel mit Regionalbezug an die Regional- oder Lokalpresse, von unschätzbarem Wert sein.